Fleiß, Leidenschaft und viel Herzblut

Eine Leipziger Gastronomenfamilie setzt auf Teamwork, Familie, Zusammenhalt und Liebe zum Beruf, der gleichzeitig auch Berufung ist. Drei Restaurants, eine Erfolgsgeschichte und warum Fleiß und harte Arbeit sich auszahlen.

Text: Matthias Weidemann Fotografie: Picturework.eu/Dirk Knofe

Griechisch, mediterran, familiär und das mit viel Fleiß, Leidenschaft und Herz. So könnte man diese Geschichte zusammenfassen. Aber das würde der Familie Shtjefni aus Leipzig nicht gerecht werden. Denn es steckt viel mehr dahinter, wie Leonard (Leonardo) Shtjefni zu berichten weiß. Der agile 29-Jährige ist für das Management und die Organisation von drei Restaurants in Leipzig zuständig: das „Akropol Olympia“ in der Berliner Straße, das „Olymp“ in der Dammstraße und das „Taverna Klassikos“ in der Zschortauer Straße. Familie hat für die Shtjefnis in vielerlei Hinsicht eine große Bedeutung. Das steht für Zusammenhalt, Teamwork, gemeinsame, harte Arbeit und Erfolg. „Erfolg kommt nicht von ungefähr. Gerade in der Gastronomie muss man beweisen, dass Gastlichkeit nicht nur ein Wort ist. Dazu gehören Leidenschaft zum Beruf, der Berufung zugleich ist. Man muss sympathisch rüberkommen, zuverlässig sein, den Gästen eine perfekte Gastronomie bieten, vor allen Dingen was Küche und Service betrifft.“

Das Team ist eingespielt

Leonardo Shtjefni bildet mit seinen Brüdern Benis (41), Spiros (37) und Zamos (31) das Rückgrat des Familienunternehmens. Teamwork und strenge Arbeitsteilung sorgen für einen reibungslosen Ablauf, alles im Interesse des Wohles der Gäste. Der Restaurant-Manager: „Benis ist der Chefkoch, mit seiner Leidenschaft und Kreativität sorgt er dafür, dass die Küche immer auf dem höchsten Niveau ist. Spiros besorgt den Einkauf, achtet streng auf Qualität und beste Zutaten. Zamos, der als letzter zum Team gestoßen ist, spielt das ‚Mädchen‘ für alles, ist da, wo er gebraucht wird. Ich kümmere mich um Management und Organisation.“ Das hat sich im Laufe der Jahre perfekt eingespielt, wobei man auch mal experimentiert hat, wie Shtjefni lachend erklärt: „Wir haben die Rollen getauscht, so dass jeder die Funktion der anderen ausgefüllt hat. So merkten wir, dass wir mit dem, was wir vorher gemacht haben, auf dem richtigen Posten waren.“ Das hat, so der agile Gastronom, den Vorteil, dass man mit Freude und ganzem Herzen seinen Job macht. „Es ist wichtig, dass man sich wohl fühlt. Wer mit Freude bei der Arbeit ist, überträgt das auch auf die Mitarbeiter. Das sorgt für Motivation und Zufriedenheit, was wiederum den Gästen zugute kommt. Fast alle Gäste wissen, dass wir ein Familienbetrieb sind. Auch ein Grund, warum man sich bei uns wohl fühlt. Wir behandeln sie wie einen Teil der Familie.“

Dezentes, mediterranes Ambiente

Von den 27 Mitarbeitern sind viele aus dem familiären Umfeld. „15 der Angestellten sind Familienmitglieder. Unsere anderen Mitarbeiter sind griechisch und deutsch. Wenn man so will, sind wir ein multikulturelles Team“, sagt der Gastronom. Seit einigen Jahren lebt Shtjefni in Leipzig, anfangs zusammen mit einem seiner Brüder. Jahrelang haben sie hart gearbeitet, täglich 12 bis 14 Stunden: „Anders geht das in dieser Branche nicht. Heute haben wir dank der Arbeitsteilung auch mal zwei Tage die Woche frei. So hat man auch mal Zeit für die Kinder, kommt gut gelaunt und gerne an die Arbeit zurück.“ Das Restaurant in der Zschortauer Straße ist als letztes dazu gekommen. „In der Taverna Klassikos sind wir seit 2015. Auch hier haben wir Wert auf eine geschmackvolle Inneneinrichtung gelegt.“ Wohltuend ist, dass trotz der mediterran-griechischen Küche nicht der gewohnte „griechische Stil“ dominiert. „Dorische Säulen und solche Sachen werden Sie bei uns nicht finden. Wir setzen auf dezentes und geschmackvolles Ambiente, dass eine mediterransüdliche Atmosphäre verbreitet, in der sich die Gäste wohl fühlen. Das passt übrigens zu unserer Küche. Die ist griechisch angehaucht, aber nicht komplett griechisch, wodurch wir auch ein wesentlich breiteres, kulinarisches Spektrum haben und den Gästen mehr Abwechslung bieten können.“

Lampenfieber ist immer dabei

Das wird sehr geschätzt. Trotz aller Professionalität und Erfahrung ist Lampenfieber für Leonardo Shtjefni kein Fremdwort. Besonders wenn große Veranstaltungen anstehen: „Das ist schon komisch, da kribbelt es immer noch und man wird nervös. Wird alles klappen, stimmt der Ablauf, die Organisation? Sind die Gäste zufrieden?“ Aber was wäre das für ein Gastronom, wenn alles Routine wäre, das Geschäft zwar gut läuft, aber eben ohne Leidenschaft und Herz. Und genau diese Eigenschaften stehen im Familienbetrieb Shtjefni im Vordergrund. Dazu zählt für Leonardo übrigens auch, dass man mit den Gästen kommunizieren kann. Er spricht mehrere Sprachen fließend und ist nun dabei, Englisch zu lernen, denn er weiß: „Es ist eine Frage der Höflichkeit, wenn man die Gäste in ihrer Sprache anspricht. So etwas wird sehr geschätzt, wie die Erfahrung zeigt.“ So kann er auch erfahren, was die Gäste wollen: „Wir lernen jeden Tag dazu, auch, was die Wünsche und Erwartungen der Gäste betrifft. Deshalb fragen wir immer nach Anregungen, Ideen und konstruktiver Kritik. So etwas ist Pflicht und eine Selbstverständlichkeit für jeden Gastronomen.“

www.akropol-olympia-leipzig.de
www.taverna-klassikos.de
www.restaurant-olymp-leipzig.de

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